Forschung bewegt - Forschungswerkstatt 2019

1. Forschungswerkstatt des ÖAKBT

15. und 16. März 2019

Hotel Ramada, Innsbruck

Anmeldungen und Informationen

Ihre Anmeldung für die Vorträge und Workshops

senden Sie bitte an tagungen@kbt.at (Frühbucherbonus beachten)

Programm zum Download
 

Programm für Freitag, 15. März 2019


17.00 Uhr                  Eröffnung

                                   Mag.a Huberta Plieschnig, Vorstandsvorsitzende des ÖAKBT, Wien

                                  

17.15 Uhr                  Was sagt uns der Körper in der Psychotherapie und wie können wir es be/erforschen?

Das Körpererleben in seinen Facetten Körperbild, Körperschema, Körper-wahrnehmung und das Bewegungsverhalten sind bei vielen psychischen Problemen im Sinne einer Anpassungs- und Regulationsstörung beeinträchtigt. Daher bieten sich diese Bezugskategorien als Ausgangspunkt einer erlebnisorientierten und störungsspezifischen Vorgehensweise nicht nur für die Körperpsychotherapie sondern auch im weiten Feld der von Grawe als "Allgemeine Psychotherapie" konzipierten Zunft an.

Der Vortrag wird diesbezüglich auf die aktuelle Diskussion zu den allgemeinen Wirkfaktoren in der Psychotherapie (siehe Wampold 2015) eingehen und zeigen wie in der Psychotherapieforschung qualitativ und quantitativ Aspekte des Körpererlebens als Outcome- und Prozessvariablen erfasst werden können.


Prof. Dr. med. Frank Röhricht,
Facharzt für Psychiatrie, Körperpsychotherapeut, Honorarprofessor, East London NHS Foundation Trust

 

19.00 Uhr              KBT Fest mit Buffet und Live Musik


 

Programm für Samstag, 16. März 2019


08.30 Uhr                  Begrüßung


08.45 Uhr                  Einführung in die Geschichte der quantitativen Psychotherapieforschung

In der quantitativen Psychotherapieforschung lassen sich geschichtlich vier Phasen unterscheiden: Legitimationsphase, Wettbewerbsphase, Verschreibungsphase, Prozessforschungsphase. Es werden zentrale Ergebnisse dieser vier Phasen dargestellt. Des Weiteren wird auf neue Entwicklungen (z. B. Personalisierung) in der quantitativen Psychotherapieforschung eingegangen.

 

Univ. Prof. Dr. rer. nat. Thomas Probst, Diplom Psychologe, Donau Universität Krems

 

09.30 Uhr                  Veränderungen der Körperschemastörung bei der jugendlichen Anorexia Nervosa im Krankheitsverlauf

Im Rahmen unserer aktuellen Studie „Körpererleben bei jugendlichen Mädchen mit Anorexia Nervosa“ untersuchen wir Mädchen mit dem perzeptiven Test BID-CA (Test for Body Image Distortion in Children an Adolescents; Schneider et al., 2009). Die Veränderungen im Behandlungsverlauf werden explorativ untersucht. Erste Zwischenergebnisse (N=30 AN Patientinnen) weisen darauf hin, dass zwischen T1 (BMI zwischen 13 und 15) und T2 (BMI um 20) eine Zunahme der gemessenen Körperumfänge sowie eine Verbesserung der Schätzwerte der Patientinnen vorliegt. Die Patientinnen sind also am Ende einer stationären Gewichtszunahme mit körperpsychotherapeutischer Mitbehandlung in der Lage, ihre eigenen Körpermaße realistischer einzuschätzen. Dies könnte einerseits eine verbesserte Körperwahrnehmung, andererseits aber auch eine kognitiv gesteuerte Korrektur der empfundenen Körpermaße widerspiegeln. Beide Möglichkeiten sowie ihre Bedeutung für die Behandlung werden diskutiert.

Anke Dalhoff, Therapeutin für Konzentrative Bewegungstherapie, Psychotherapeutin (HPG), Universitätsklinik Münster

10.15 Uhr                  Pause


10.45 Uhr                  Workshop 1 Teil 1: Wie entwickle ich eine Forschungsfrage für eine Masterthese?

In diesem Workshop sollen Forschungsfragen der Teilnehmer*innen aus der Konzentrativen Bewegungstherapie von der ersten Idee „was will ich genauer wissen?“ bis zur Formulierung einer Studienfrage für eine KBT-Masterthesis, die empirisch in angemessener Zeit untersucht werden kann, entwickelt werden. In diesem Prozess werden Grundideen und Vorgehensweisen wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Elementare Regeln für die Planung wissenschaftlicher Studien werden auf die eigenen Fragen angewandt.

 

Dr. rer. medic. Karin Schreiber-Willnow, Dipl.-Mathematikerin, KBT-Therapeutin, ehemals Rhein-Klinik Bad Honnef

Workshop 2 Teil 1: Erarbeiten konkreter Forschungsdesigns

Ziel des Workshops ist es, zu konkreten Forschungsergebnissen beziehungsweise -projekten eine Kooperation mit akademischen Institutionen zustande zu bringen und dabei die Praktiker*innen in Planung und Durchführung der Forschung eng einzubinden. Den Teilnehmer*innen wird nahegelegt in Vorbereitung auf diesen Workshop eine konkrete Fragestellung und eine dazu passende Hypothese auszuformulieren. Wir bitten des Weiteren darum den Bereich der eigenen Praxis auf einer Seite kurz zusammen zu fassen (Charakteristika der Klientel in der Praxis/Klinik, Setting der klinischen Arbeit, etc.), um im Workshop auf diese realen Faktoren konkret Bezug nehmen zu können. 


Prof. Dr. med. Frank Röhricht

Workshop 3 Teil 1: Quantitative Psychotherapieforschung

Zuerst erfolgt eine Einführung in die quantitative Forschungsmethodik. Danach werden in der quantitativen Psychotherapieforschung oft verwendete Erhebungsinstrumente vorgestellt. Im Anschluss werden typische Studiendesigns der quantitativen Psychotherapieforschung diskutiert. Falls erwünscht, kann nach diesen Grundlagen zur quantitativen Psychotherapieforschung auch eine quantitative Psychotherapie-Studie zur Erforschung der Konzentrativen Bewegungstherapie im gemeinsamen Austausch konzipiert werden.


Univ. Prof. Dr. rer. nat. Thomas Probst

12.15 Uhr                 Mittagessen


13.45 Uhr                  Qualitative Forschung in der Psychotherapie. Paradigmen und Forschungsdesigns

Im Unterschied zur quantitativen Psychotherapieforschung geht es beim qualitativen Forschungsparadigma um Theoriegenerierung sowie um eine große Nähe zur psychotherapeutischen Praxis. Qualitative Psychotherapieforschung zeichnet sich durch einen entdeckenden Forschungscharakter aus, der sich interpretativ und zirkulär dem Gegenstand des Erkenntnisinteresses nähert. Des Weiteren eignet sich die qualitative Forschung für triangulierte Verfahrensweisen, die verschiedene Datentypen miteinander in Verbindung setzen (u.a. auch in Kombination mit quantitativen Designs). Der Vortrag möchte einen Überblick über die besonderen Erkenntnispotenziale und den Mehrwert qualitativer Psychotherapieforschung bieten (spezifische Forschungsfragen und Erkenntnisinteresse, Methodik, Mixed Method Design).

 

Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Claudia Höfner MSc, Klinische und Gesundheitspsychologin, Soziologin, Psychotherapeutin, Donau Universität Krems

 

MMag. Gerald Käfer-Schmid, Psychologe, Soziologe, Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision, Donau Universität Krems

14.30 Uhr                  Aus Erfahrung klug werden – Einsichten bei der Durchsicht der Forschungsliteratur zur KBT

 In den letzten Jahren wurde eine Reihe von empirischen Studien zur KBT durchgeführt. Der überwiegende Teil der Studien führte nicht zu Veröffentlichungen in angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften, sondern mündete in sogenannte graue Literatur, wie Master- und Diplomarbeiten. Dies ist bedauerlich, da mit solchen akademischen Graduierungsarbeiten sehr wohl das Potential für Veröffentlichungen in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften besteht. Im Vortrag werden typische Schwächen dieser Arbeiten aufgeführt und Vorschläge gemacht, wie das Niveau von Graduiertenarbeiten im Hinblick auf eine angestrebte Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift angehoben werden kann.

 

Prof. Dr. phil. Klaus Peter Seidler, Diplom-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut, Medizinische Hochschule Hannover


15.15 Uhr                  Forschung bewegt den ÖAKBT

Ausgehend von den Richtlinien des Bundesministeriums für Gesundheit zur Verankerung von Wissenschaft und Forschung in den fachspezifischen Ausbildungen gehen wir der Frage nach, wie der ÖAKBT diesen Herausforderungen begegnet, um praxisrelevante Psychotherapieforschung verstärkt für die KBT nutzbar zu machen. Aktuelle Forschungsbeteiligungen werden vorgestellt (u.a. SPRISTAD) und mögliche Kooperationen für Praktiker*innen, die in Zukunft forschen wollen, aufgezeigt.


Mag.a Dr. in Gabriele Wopfner, Erziehungswissenschafterin, Psychotherapeutin (KBT), Innsbruck

16.00 Uhr                  Pause

16.30 Uhr                  Workshops 1-3 jeweils 2. Teil

17.30 Uhr                  Resümee

18.00 Uhr                  Ende

 

 

Zusatzprogramm Sonntag, 17. März

9.00 Uhr                    Altstadtführung durch Innsbruck

                                   Treffpunkt in der Rezeption des Hotels Ramada

                                  
   Doris Stippler,
staatlich geprüfte Fremdenführerin

 

 

 

 

Allgemeine Informationen


Kosten

195.-€ Mitglieder ÖAKBT/DAKBT gesamte Veranstaltung (Freitag und Samstag, Fest und Verpflegung inklusive)

180.-€ Mitglieder ÖAKBT/DAKBT Frühbucherbonus bei Bezahlung bis zum 4. Jänner 2019 gesamte Veranstaltung (Freitag und Samstag, Fest und Verpflegung inklusive)

39.-€ Vortrag und Fest am Freitagabend


Ort

Hotel Ramada, 11. Stock, Olympiastraße 41, 6020 Innsbruck, Österreich

Anerkennung

Die Zertifizierung gemäß der Richtlinie für Fort- und Weiterbildung durch den ÖBVP wurde beantragt.

Anmeldungen und Informationen

Ihre Anmeldung für die Vorträge und Workshops senden Sie bitte an tagungen@kbt.at (Frühbucherbonus beachten)


Unterkunft

Wir bitten Sie bei Bedarf Zimmer selbst zu reservieren. Entweder direkt im Tagungshotel unter info@ramada-innsbruck.at (+43 512 890404) oder über die Innsbruck Information unter
www.innsbruck.info/innsbruck-city/aufenthalt-in-innsbruck.html


Datenschutz

Alle persönlichen Angaben der Teilnehmer*innen werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Teilnehmer*innen bzw. Interessent*innen stimmen mit der Übermittlung ihrer Daten ausdrücklich zu, dass alle personenbezogenen Daten laut Anmeldeblatt gespeichert und für Informationen die Tagung betreffend verwendet werden dürfen. Dies schließt auch den Versand von Infos über den ÖAKBT oder von SMS Infos an die bekanntgegebene Mail-Adresse oder Handynummer mit ein.

 

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